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Industrielle Kühlung

Bei vielen industriellen Prozessen ist eine konventionelle Kühlung mit Luft oder Kühlwasser nicht ausreichend oder technisch nicht realisierbar. Durch den Einsatz von tiefkalten Gasen können sehr tiefe Temperaturen erreicht werden. Das meist flüssig eingespeiste Gas kann häufig nach der Kühlung in gasförmigem Zustand weiter verwendet werden, wodurch diese Art von Kühlung auch wirtschaftlich interessant wird.

Typische Anwendungen sind:
  • Matrizenkühlung beim Strangpressen von Aluminium INCAL®
  • Kühlen von Folien
  • Herstellung von Kunstoff-Folien oder der Verarbeitung von Papier
  • Reaktorkühlung (Prozesskühlung in Chemie und Pharmazie
  • Frosten und Kühlen von Lebensmitteln
  • Metallurgie/Restaustenitumwandlung


Alustrangpresse

Am Beipiel des Verfahrens Aluminium Strangpressen (INCAL®):

Zur Herstellung von Aluminiumprofilen werden warme Aluminiumblöcke unter hohem Druck durch ein Werkzeug (Matrize) gepresst. Dabei erhöht sich die Temperatur des vorgeheizten Werkzeugs weiter durch die Reibungs- und Umformarbeit. Zu hohe Temperaturen führen zu Fehlern im Profilstrang. Daher ist in der Regel die Produktionsgeschwindigkeit durch die maximal zulässige Temperatur des austretenden Profilstrangs begrenzt.

Außerdem entstehen durch den Luft-Sauerstoff im Bereich des austretenden Profilstrangs Oberflächenfehler durch Oxidation.

Beim INCAL®-Verfahren wird das Werkzeug durch flüssigen Stickstoff gekühlt. Der verdampfte Stickstoff wird anschließend genutzt, um im Bereich des heißen austretenden Profilstranges eine inerte Atmosphäre einzustellen. Hierdurch wird eine optimale Oberflächenqualität erreicht.

Eine Variante des Verfahrens arbeitet ohne Werkzeugkühlung mit einer "Ringbrause" zur Inertisierung des austretenden Profilstrangs. Gut geeignet für diesen Fall ist eine Versorgung mit Stickstoff aus einer On-site-Membran-Anlage.

Dieses Verfahren bietet sich insbesondere dort an, wo die Produktionsgeschwindigkeit aus Qualitätsgründen nicht gesteigert werden kann.

Ihre Vorteile auf einen Blick:
  • höhere Pressgeschwindigkeit (bis zu 50%)
  • bessere Oberflächenqualität
  • höhere Standzeit des Presswerkzeugs (ca. 2 bis 4-fach)

Die eingesetzten Gase:
Stickstoff (flüssig)


Für Ihre Branche:
Grundstoffe, NE-Metalle


Bitte wenden Sie sich an:

Markus Epple
Technischer Verkauf Industrie
Tel:  +41 62 886 41 46
Fax:  +41 62 886 41 01