
Alkalische Abwässer müssen vor dem Einleiten in eine biologische Abwasserreinigung neutralisiert werden. Zu Recht gewinnt die Neutralisation mit CO2 zunehmend an Bedeutung.
· Der Verbrauch der stöchiometrischen Verbrauchswerte zwischen CO2 und Mineralsäuren ist bei vollständiger Ausnutzung für CO2 besonders günstig. Daher fällt ein Kostenvergleich meistens zu Gunsten von CO2 aus.
· Geringere Salzfrachten sind nicht nur für die Abwasserreinigung sondern auch für die Mehrfachnutzung (fast) geschlossener Kreisläufe wichtig: Bei CO2 werden eine Aufsalzung mit Chloriden oder Sulfaten und die damit verbundenen Korrosionsprobleme vermieden.
· In der Abbildung ist die Neutralisationskurve einer Mineralsäure im Vergleich zu CO2 schematisch dargestellt Die flachere Neutralisationskurve von CO2 bedeutet, dass dessen Zugabe auch im Bereich um den Neutralwert nur eine geringfügige pH-Wert Veränderung bewirkt, was eine Übersäuerung (im Gegensatz zu Mineralsäuren) praktisch ausschliesst. Folglich kann bei CO2 auf eine aufwendige Regelungstechnik verzichtet werden.
Für den Eintrag und das Lösen von CO2 in Wasser setzt Messer verschiedene Systeme ein: Rohreaktoren, Düsensysteme, statische Mischer, Ejektoren, poröse Begasungsschläuche oder Begasungsmatten. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von der Wasserhärte, der Wasserverschmutzung, der Wassermenge sowie den örtlichen Verhältnissen ab. Messer empfiehlt jedem Anwender das optimale Verfahren mit der besten CO2-Ausnutzung und damit verbunden der höchsten Wirtschaftlichkeit. Dabei kann Messer auf Praxiserfahrungen von über 150 Neutralisationsanlagen zurückgreifen.

Neutralisation auf einer Baustelle mittels
temporärem CO2 Flüssiggastank

Verlauf des pH-Werts von Mineralsäure und CO2
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Robert Schlatter
Technischer Verkauf Chemie/Umwelt
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